Fit durch die Schwangerschaft
Die Zeiten, in denen werdende Mütter sich ausschließlich schonen und obendrein für zwei essen mussten, sind längst vorbei. Schwangerschaft ist eben keine Krankheit – aber doch ein Ausnahmezustand, in dem körperliche Belastung und Entspannung in einem besonders ausgewogenen Verhältnis stehen sollten.
Grundsätzlich spricht bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft ohne besondere Risiken nichts gegen moderate sportliche Betätigung. Im Gegenteil, die Vorteile für werdende Mütter überwiegen. Bewegung fördert die emotionale Ausgeglichenheit, beugt Beschwerden wie Rücken- und Nackenschmerzen oder geschwollenen Füßen vor und senkt das Risiko für Bluthochdruck, Schwangerschaftsdiabetes und Thrombose.
Sport ja – Überlastung nein!
Athletische Frauen, die bereits vor der Schwangerschaft regelmäßig Sport getrieben haben, können nach Rücksprache mit ihrem Arzt die gewohnten Sportarten in den meisten Fällen weiter ausüben. Ausgenommen sind alle Disziplinen mit einem besonders hohen Unfall- oder Verletzungsrisiko, wie beispielsweise Kontaktsportarten oder Klettern. Auch hohe Stoßbelastungen und starke Erschütterungen sollten vermieden werden. Die Trainingsintensität sollte den besonderen Umständen angepasst werden – kein Wettkampfsport, keine Extrembelastungen.
Optimal ist Bewegung an der frischen Luft, sei es beim Radfahren, Laufen oder Walken. Auch Schwimmen ist empfehlenswert, sogar im letzten Drittel der Schwangerschaft genießen es viele Frauen, im Wasser ihre Bahnen zu ziehen. Besonders angenehm ist die Rückenlage, vor allem wenn der zunehmende Bauchumfang das Brustschwimmen erschwert. Wassergymnastik und Aquajogging sind ebenfalls sehr schonend und können bedenkenlos bis kurz vor dem Geburtstermin ausgeübt werden.
Eindeutige Signale des Körpers beachten
Die meisten Schwangeren können ihrem Körpergefühl beim Sport trauen. Alles, was ungewöhnlich oder schmerzhaft ist, bedarf einer ärztlichen Abklärung. Bei Schwindelgefühl, Sehstörungen, Brustschmerzen, starkem Herzklopfen oder Krämpfen und Kontraktionen im Bereich des Bauches sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Die Ursachen können harmloser Natur sein, in seltenen Fällen aber auch Alarmsignale für eine ernsthafte Komplikation.


