Kaffeegenuss trotz Bluthochdruck
Lange wurde Kaffee als Bluthochdruck verursachendes Getränk eingestuft und missverstanden. Wer Bluthochdruck hatte, sollte sich ganz von der dunklen Brühe fernhalten, andere das Heißgetränk nur mit Vorsicht genießen. Dabei gehört Kaffee zu den beliebtesten Heißgetränken weltweit. Zum Frühstück einen Kaffee zum Croissant, nach dem Mittagessen einen belebenden Schluck des verführerisch duftenden Bohnenwassers, nachmittags frisch gebrühter Kaffee, mit einem Schluck Milch und etwas Zucker verfeinert und sogar abends nach einem ausgedehnten Dinner ein Verdauungsschlückchen des dunklen Koffeinspenders – es wird keine Gelegenheit ausgelassen, viele sind ihm längst verfallen, unzählige lieben seinen Duft, seine Crema, seinen Geschmack.
Es gibt gute Nachrichten. Es kann weiter Kaffee gemahlen, gebrüht und genossen werden, ganz ohne Angst vor schlimmen Nebenwirkungen. Die Verbindung von Kaffee und Bluthochdruck wurde als Mythos entlarvt, als Legende, die so viele zu lange auf Kaffee in all seinen Variationen verzichten ließ. Studien konnten belegen, dass Kaffee weder Bluthochdruck bewirken kann, noch schädlich für Menschen ist, die bereits an Bluthochdruck leiden.
Stress, Übergewicht, Bewegungsmangel und der Natrium-/Kaliumhaushalt im Körper sind die wahren Verantwortlichen für Bluthochdruck. Um Bluthochdruck vorzubeugen, sollten Kaffeeliebhaber lieber auf das Stück Buttercremetorte zum nachmittäglichen Kaffee verzichten. Büroangestellte könnten zusammen mit dem Coffee to go einen Spaziergang im Park machen, anstatt in der Pause Kaffee trinkend den Platz vom Bürostuhl auf das gemütliche Sofa im Aufenthaltsraum zu verlegen.
Wer unter Bluthochdruck leidet, muss auf Kaffee nicht verzichten. Aber andere Ursachen wie Stress oder zu wenig Bewegung sollten herausgefunden und bekämpft werden. Dann kann der tägliche Kaffee wieder in Ruhe und mit gutem Gewissen genossen werden.
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