Medizin – früher und heute

06.03.2013

Die Medizin war immer starken Veränderungen unterworfen. Von den ersten Kräuterbehandlungen bis zur Erfindung des Antibiotikums sind tausende Jahre vergangen. Die Entwicklung der Medizin ist äußerst komplex und kann nur ansatzweise präsentiert werden. Den Anfang machten die ersten schriftlichen Zeugnisse von Diagnosen und Therapien aus dem alten Ägypten.

Im alten Ägypten
Ägyptische Ärzte verfügten bereits über erstaunliches Wissen über die Anatomie des Menschen. Sie waren bei zahlreichen Mumifizierungen zugegen und beobachteten Krankheitsfälle, die sie akribisch notierten. Das wissen wir aus Papyrusquellen, die nach ihren Entdeckern benannt wurden. Das Papyrus Ebers beispielsweise: Es wurde von Georg Ebers in Theben gefunden und behandelt eine Vielzahl von Erkrankungen, Verletzungen und Zahnbeschwerden. Zur damaligen Zeit – etwa 1500 Jahre vor Christus – war es im alten Ägypten üblich, dass die Behandlung von Krankheiten mit Magie und Religion einherging, aber das Ebers Papyrus basiert auch teilweise auf reinen Beobachtungsdaten.

Im antiken Griechenland
Griechische Ärzte führten ägyptische Kräuter in ihren Rezeptbüchern. Es ist unklar, wie groß der Einfluss der ägyptischen Medizin auf die modernere Variante in Griechenland war. Aber Rezepte, Kräuter und einige Teile des Wissens haben sicherlich beide Landesgrenzen überquert. Ein sehr berühmter Name ist Hippokrates: Er lebte von 460 bis 370 vor Christus und wird als Vater der modernen Medizin verehrt. Von ihm stammt auch die erste Formulierung des hippokratisches Eides, der mitunter zum Inhalt hat, dass ein Arzt nur dem Wohlergehen seines Patienten verpflichtet ist. Eine erste Version medizinischer Ethik. Doch auch fachlich notierte Hippokrates Unmengen an Krankheiten und Behandlungsverläufe. Einige seiner Erkenntnisse sind noch heute nützlich: So unterteilte er Krankheitsverläufe in akut, chronisch, endemisch und epidemisch – verwendete jedoch andere Begriffe dafür.

Die moderne Medizin beginnt erst mit dem 19. Jahrhundert. Während das Mittelalter immernoch von Aberglauben durchsetzt war, begann man mit dem Aufkommen von exakter Wissenschaft auch damit, diese Erkenntnisse in die Medizin zu übertragen. Physik, Chemie, Biologie und später auch Psychologie hatten einen entscheidenden Einfluss auf die moderne Medizin, von der wir heute so stark profitieren.

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