Prostatakrebs – Kaffee schützt Vorsteherdrüse

22.10.2011

Das Image des Kaffees wandelt sich von einem vor noch gar nicht all zu langer Zeit als gesundheitsschädlich verschrienem Genussmittel zu einem der Gesundheit förderlichen Trank.

Nun ergab eine US-amerikanische Studie, dass regelmäßiger Kaffeekonsum das Risiko senkt, an Prostatakrebs zu erkranken. Eine Tasse Kaffee täglich reicht bereits für einen positiven Effekt.

Besonders wirksam ist der Genuss vom Kaffee gegen die aggressiven Prostatakrebsformen. Anders als lokal begrenzt bleibende und recht gut behandelbare Prostatakarzinome metastasieren aggressive Prostatakarzinome in andere Körperteile, sind dadurch schwer beherrschbar und führen häufig zum Tode.

1986 bis 2008 nahmen 47911 Männer an der Studie der Harvard School of Public Health in Boston teil. Im untersuchten Zeitraum erkrankten 5035 von ihnen an Prostatakrebs und 642 davon entwickelten Metastasen. Neben weiteren Aspekten wurden die Probanden auch zu ihren Kaffeegenussgewohnheiten befragt. Wer von Ihnen sechs Tassen täglich trank oder sogar mehr, hatte gegenüber einem Kaffeeabstinenzler ein um beinahe 20 % geringeres Risiko, jemals irgendeine Prostatakrebsvariante zu bekommen. Für die aggressiven Karzinomtypen konnte der positive Effekt sogar 60 % erreichen. Selbst wer nur zwischen einer und drei Tassen Kaffee am Tag zu sich nahm, hatte ein bis zu 30 % kleineres Risiko, aggressiven Prostatakrebs zu bekommen.

Der genaue Wirkmechanismus von Kaffeekonsum auf das Prostatakrebsrisiko ist noch unbekannt. Interessant ist, dass der Effekt sowohl bei koffeinhaltigem als auch bei koffeinfreiem Kaffee zu beobachten ist. Koffein selbst ist daher als Auslöser einer Krebshemmung auszuschließen. Bekannt ist dagegen, dass Kaffee antioxidative Verbindungen enthält, entzündungshemmende Stoffe sowie solche, die die Wirkung des Insulins steuern. Ihr Zusammenspiel könnte krebshemmend wirken. Weitere Studien sind geplant.

Teilen:
Empfehlen
Twittern
Google+



Das könnte Sie auch Interessieren