Schilddrüsenunterfunktion
Mit dem Begriff Schilddrüsenunterfuktion wird eine mangelnde Versorgung des Körpers mit den in der Schilddrüse produzierten Hormonen bezeichnet. Der medizinische Fachbegriff lautet Hypothyreose. Eine Schilddrüsenunterfunktion ist nur in 0,1 Prozent aller Fälle angeboren. Wesentlich stärker verbreitet ist ein Eintreten der Krankheit im Laufe des Lebens. Ursachen können Unterversorgungen der Schilddrüse oder Funktionsstörungen sein.
Symptome
Bei den meisten Menschen entwickelt sich eine Schilddrüsenunterfunktion schleichend. Anfänglich treten wenige Symptome auf, im Verlauf der Krankheit kommen weitere dazu. Zu den typischen Symptomen zählen Müdigkeit, Schwäche, Antriebslosigkeit, eine geminderte Leistungsfähigkeit mit Konzentrationsschwäche, trockene Haut, Verstopfung und Gewichtszunahme. Treten mehrere Symptome gleichzeitig auf ist ein Besuch beim Arzt anzuraten. Eine Hypothyreose kann in unterschiedlichen Schweregraden verlaufen und wird vom Patienten nicht zwingend wahrgenommen.
Diagnose
Die Diagnose erfolgt über einen Bluttest. Hierbei wird der Wert des Schilddrüseneigenen Hormons im Blut ermittelt. Liegt der Wert nicht im Normbereich folgen weitere Tests bis zur eindeutigen Diagnose und zur Abklärung der Ursache für die Schilddrüsenunterfunktion. Wichtig ist eine genaue Ermittlung der Ursache um Folgeerkrankungen auszuschließen.
Behandlung
Nach der Diagnose erfolgt eine meist lebenslängliche Behandlung. Hierbei wird dem Patienten in Tablettenform Thyroxin verabreicht um die Schilddrüse in ihrer Funktion zu unterstützen. Nach einer genau überwachten Einstellungsphase müssen Patienten halbjährlich ihre Hormonwerte untersuchen lassen. Eine Schilddrüsenunterfunktion ist nicht heilbar, inzwischen aber ohne gravierende Nebenwirkungen therapierbar bis der Patient beschwerdefrei leben kann.
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